Ist eine Kündigung per Brief rechtlich wirksam?
Kurz gesagt
Ein Brief ist eine anerkannte Form, eine Kündigung schriftlich zu erklären, und viele Verträge verlangen genau das. Was für einen bestimmten Vertrag gilt, regeln der Vertrag und das anwendbare Recht. Lesen Sie daher den Abschnitt zur Kündigung in Ihren Vertragsbedingungen.
Zuerst den Vertrag prüfen
Suchen Sie in Ihren Vertragsbedingungen nach „Kündigung“, „Laufzeit“ oder „Vertragsende“. Manche Verträge nennen eine Anschrift für Kündigungen. Manche, etwa viele Fitnessstudio-Verträge, verlangen eine schriftliche Kündigung. Eine Kündigung per Brief genügt jeder Formvorgabe, die Allgemeine Geschäftsbedingungen dafür machen dürfen.
Was das deutsche Recht vorgibt
Für Verträge, die seit dem 1. Oktober 2016 geschlossen wurden, dürfen Allgemeine Geschäftsbedingungen für eine Kündigung keine strengere Form als die Textform verlangen (§ 309 Nr. 13 BGB). Ein Brief erfüllt diese Form.
Wann ein Einschreiben sinnvoll ist
Eine Kündigung wird wirksam, wenn sie dem Unternehmen zugeht (§ 130 BGB). Ein Einschreiben belegt, dass und wann Ihr Brief zugestellt wurde, aber nicht, was im Umschlag war. Deshalb erhalten Sie zusätzlich eine Kopie genau des Briefs, den wir verschickt haben.
Verträge mit Unternehmen im Ausland
Für Verträge außerhalb Deutschlands gelten oft andere Regeln, maßgeblich sind dann Ihr Vertrag und das Recht, das für ihn gilt. Eine Verbraucherberatung in Ihrem Land kann Ihnen sagen, welche Regeln für Sie gelten.
Diese Seite enthält allgemeine Informationen und ist keine Rechtsberatung.
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- Was tun, wenn das Unternehmen weiter abbucht?Daten prüfen, schriftlich Erstattung fordern, dann die Abbuchung reklamieren.